Sommer, Sonne, Festivals…und Payments. Wie die Begriffe zusammengehören können, haben diverse Electro Festivals an den vergangenen Wochenenden gezeigt. 

Nahtlose Bezahlprozesse für ein verbessertes Festivalerlebnis bei Parookaville 

Das dreitägige Electronic-Music-Festival hat rund 225.000 Besucher nach Düsseldorf Weeze gelockt. Und diese galt es natürlich auch mit Getränken und Speisen zu versorgen. Um eine reibungslose und effiziente Abwicklung der Bezahlvorgänge sicherzustellen, hat der Veranstalter in diesem Jahr auf Cashless Payments gesetzt.

Balken CD Gravning

Besucher konnten ihre Tickets bereits vorab mit einer digitalen Wallet der ING verknüpfen und bekamen beim Check-In ein Festival Armband, was mit einem RFID-Chip ausgestattet war, welcher das bargeldlose Bezahlen auf dem Festival Gelände möglich machte. Das Guthaben auf dem Chip konnte entweder mobil oder über eine der vielen „ING Banks of Parookaville“ mittels Giro-/Kreditkarte und Bargeld aufgeladen werden. Dadurch war das Einkaufen an den Ständen erheblich vereinfacht. Kein Warten in langen Schlangen an Kassen, kein Bargeld, das verloren gehen konnte – stattdessen ein schneller, kontaktloser Zahlungsprozess. Für die Festivalbesucher bedeutete das mehr Zeit, um die Musik und das Ambiente zu genießen, was die Gesamtzufriedenheit deutlich steigerte. 

Kein Bargeld dafür eine eigene Währung beim Tomorrowland 

Live Today, Love Tomorrow, Unite Forever! 
Diesen Slogan kennen viele tausende Besucher des jährlichen Festivals Tomorrowland in Belgien. Unweit vom Parookaville Festival haben sich auch dieses Jahr an zwei Wochenenden jeweils mehr als 200.000 Besucher in der kleinen Stadt Boom in Belgien versammelt, um das Festival Tomorrowland zu feiern.

Dieses Jahr hörte man zusätzlich noch sehr oft „It’s a miracle“.

Da die Mainstage am Mittwochabend abgebrannt ist haben die Besucher des Festivals das Schlimmste erwartet. Wie diese Geschichte ausgegangen ist, könnt ihr hier nachlesen: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7353673475368095746/ 

Denn in diesem Blogbeitrag soll der Fokus auf dem bargeldlosen Bezahlen liegen. 

Wie auch beim Parookville erhielt jeder Besucher bereits vor dem Festival ein Armband, auf das im Vorwege oder während des Festivals Geld geladen werden konnte. Dies war über die Tomorrowland App oder an Ständen auf dem Festivalgelände möglich. Die eigene Währung bereitete teilweise leichtes Kopfzerbrechen beim Umrechnen aber die Schilder weisen meistens auch den Euro Preis aus. 

Beim Kauf von Getränken und Speisen wurde das Armband an der Kasse auf den Scanner gelegt, die Zahlung ausgelöst und der verfügbare Betrag ausgewiesen. Kein zusätzliches Papier in Form von Quittungen war hier erforderlich. 

Optimierte Pfandrückgabe 

Besonders smart war der Prozess mit dem Becherpfand. 
Wer kennt es nicht, ewiges anstehen an dafür vorgesehenen Ständen am Rand der Veranstaltungsfläche, Pfandmarken die mit dem Becher abgegeben werden müssen oder Bargeld bei der Pfandrückgabe. 
Bei Tomorrowland war es etwas anders. Jeder Becher hatte einen Chip im Boden, beim Kauf der Getränke wurde der Becher mit dem Armband verknüpft und bei der Abgabe am SB-Automaten oder dem freundlichen Personal wurde der Betrag dem Armband wieder gutgeschrieben.

Rückzahlung vom Guthaben  

Nach dem Festival bleibt dann noch zu klären, „Wie komme ich an mein Guthaben?“. Auch dieser Prozess wurde smart gelöst. Entweder konnten sich die Besucher ihr Guthaben direkt auf das Zahlungsmittel gutschreiben lassen, mit dem das Armband aufgeladen wurde oder man konnte eine IBAN für die Überweisung angeben. Allerdings hat Tomorrowland seinen Besuchern für die Auszahlung eine, aus unserer Sicht nach, nicht nachvollziehbare Gebühr von knapp 4 Euro berechnet. Anders sah es beim Parookaville Festival aus. Hier wurde die Rückzahlung zwar zwingend auf das ursprüngliche Zahlungsmittel vorgenommen, dafür jedoch kostenfrei. 

Ist cashless payments „the new normal“ bei (electro) Festivals?    

Eine eher kleinere Veranstaltung im sommerlichen Festivalkalender ist das Habitat in Hamburg-Wilhelmsburg. Auf dem verwinkelten Gelände im Hamburger Hafen konnte zu einem feinen Lineup aus Techno, Electro und House 32 Stunden (durch-)getanzt werden. 

Das Ticket konnten sich die Besucher ins elektronische Wallet ihres Smartphones laden, aber nicht mit einen Bezahlsystem verknüpfen. An den zahlreichen Ständen mit Essen und Trinken wurde wie gewohnt Bar oder mit Karte bezahlt. Alle Kassen waren mit einen modernen Kartenterminal ausgestattet. 

Sicherlich bedingt durch die Größe des Festivals wurde kein eigenes Cashless-Konzept aufgebaut. Dadurch fiel zwar die Notwendigkeit, das Festival Ticket mit seinem Armband zu verknüpfen und Guthaben aufzuladen, weg. Allerdings war der Bezahlvorgang an den Kassen etwas langsamer als es mit einem closed-loop-System oder dem Verzicht auf Bargeld-Zahlungen der Fall gewesen wäre. Es musste erst die Karte oder das Mobilgerät gezückt oder das Bargeld hervorgekramt und ggf. auf Wechselgeld gewartet werden. 

Fazit      

Das Parookaville wie auch Tomorrowland Festival haben eindrucksvoll gezeigt, wie cashless Payments das Eventerlebnis der Besucher über alle Prozesse hinweg verbessern kann. 

Effizienzsteigerung für Veranstalter und Händler 

Neben der bereits dargestellten Prozess-Effizienz ergeben sich zudem auch betriebswirtschaftliche Vorzüge. Die automatisierte Abwicklung der Zahlungen reduziert den administrativen Aufwand. Händler können ihre Umsätze in Echtzeit verfolgen, was eine bessere Kontrolle und Planung ermöglicht. Das Schadenspotential ist deutlich geringer, da das wenige noch vorhandene Bargeld sich auf weniger Punkte konzentriert und das Thema Kassendifferenzen am POS entfällt. Zudem lassen sich durch die digitale Infrastruktur wertvolle Daten über das Kaufverhalten der Besucher sammeln, die für zukünftige Marketing- und Verkaufsstrategien genutzt werden können. 

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit 

Ein weiterer positiver Aspekt ist die Umweltfreundlichkeit. Wenngleich Payment sicher nicht den größten Teil des Festival-CO2-Fußabdrucks ausmacht, kann hier immerhin ein kleiner Beitrag geleistet werden. Weniger Papierverbrauch und weniger physische Transaktionen bedeuten eine nachhaltigere Veranstaltung, was zunehmend auch bei jungen Zielgruppen Anklang findet. 

Cashless Payments als Zukunftstechnologie 

Unserer Meinung nach, ist cashless Payments eine zukunftsweisende Entwicklung, die sowohl für Veranstalter als auch für Besucher zahlreiche Vorteile bietet. Die positiven Erfahrungen der Besucher unterstreichen, dass die Integration digitaler, kontaktloser Bezahlmethoden ein wichtiger Schritt in Richtung moderner, nachhaltiger und effizienter Events ist. Dieses Vorgehen lässt sich nicht bei jedem Weihnachtsmarkt oder Stadtfest umsetzen, aber für größere Events sollte das der Standard sein. Parookaville wie auch Tomorrowland haben hierbei einen Vorreiter Rolle eingenommen und dienen somit als Vorbild und mögliche Blaupause für andere Events. Angesichts der zahlreichen Vorteile werden in den nächsten Jahren sicherlich auch weitere kleinere Festivals , wie z.B. das Habitat, auf cashless payments only umsteigen.

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